Meine Buderus Brennwerttherme hat drei grüne LEDs auf der Frontplatte, welche wichtige Schaltzustände signailiseren:

  • Warmwasseranforderung
  • Heizungsanforderung
  • Brenner läuft

Um diese Zustände zu erfassen, werden Fotowiderstände in einer Spannungsteilerschaltung (LDR - 10,0 kOhm-Widerstand gegen Masse) eingesetzt:

Spannungsteiler mit LDR

 

 

 

 

Hinweis: Beim EnergyCounter werden die LDRs mit 3,3V betrieben. Die Zeichnung wird noch korrigiert!

Je mehr Licht auf den Fotowiderstand fällt, desto niederohmiger wird er. Dadurch steigt die Spannung über R1 an. Leuchtet die Heizungs-LED, so wird eine höhere Spannung gemessen als im Dunkelzustand. LED ein --> Spannung, LED aus --> keine Spannung.

Da der Sensor Fremdlichteinflüssen (Kellerbeleuchtung) unterliegt, kann es auch bei ausgeschalteter LED zu einer gewissen Spannung kommen. Im Programm gibt es einen einstellbaren Schwellwert, um Fremdlicht auszuschalten.

 

Die selbstgebauten Sensoren werden mit transparentem Silikon über die Heizungs-LEDs geklebt. Damit ist kein Eingriff an der Prozessorsteuerung der Heizung erforderlich.

Die Spannung wird den Analogeingängen HT, BU und WW des EnergyCounter zugeführt und gegen einen einstellbaren Schwellwert verglichen. Ist die gemessene Spannung größer als der Schwellwert, wird ein Flag auf "1" gesetzt. Die Sensoren kann man sich einfach selbst bauen:

Einzelteile für die Sensoren

 

 

 

 

Benötigt werden drei LDR03, LED-Abstandshalter für 3mm LEDs und etwas Kunststoffrohr mit 5mm Innendurchmesser.

LDR in LED-Halterung einschieben

 

 

 

Der LDR wird in den Abstandshalter eingeführt und mit einem Tropfen Sekundenkleber befestigt. Dabei aufpassen, dass kein Kleber auf die Linse läuft!

Kabel anlöten

 

 

 

Jetzt werden zwei Litzen 0,14qmm an den LDR gelötet (die Farben sind willkürlich, der LDR hat keine Polung) und ein kleines Stück Kunststoffrohr abgesägt. Dieses sollte so lang sein, dass es etwas höher als die Kabellötstellen ist.

Hülse aufschieben

 

 

 

 

Die Linse sollte nach dem Aufschieben des Rohres plan mit dem Rohr sein.

Mit Zweikomponenenkleber ausgiessen

 

 

 

Der Sensor wird senkrecht gestellt, mit etwas Tesa auf der Unterlage fixiert und dann mit Epoxy-Zweikomponentenkleber (UHU Transparent) ausgegossen. Durch den verwendeten LED-Halter, welcher genau passend im Rohr sitzt, kann kein Kleber nach vorne auf die Linse laufen. Nach 15 Minuten Aushärtezeit ist der Sensor fertig.

Stecker anlöten

 

 

 

 

Am anderen Ende noch einen Steckverbinder anlöten - fertig!

Am Steuergerät mit Silikon ankleben

 

 

 

 

Mit transparentem Silikon (Baumarkt) werden die Sensoren direkt über die Heizungs-LEDs geklebt. Auch hier werden bis zum Aushärten Tesastreifen zum Fixieren verwendet. Das Silikon ist nur am Rand des Sensors aufzutragen - nicht direkt auf die Linse geben.

Die roten Anschlussdrähte der drei Sensoren werden zusammengelötet und als eine Leitung zum SolarTherm geführt. Dadurch kann ein 4-poliges Steuerkabel verwendet werden. Zur Verkabelung:

 

LDR Pegel 4-adriges Kabel EnergyCounter Funktion
0/1/2: rot +3,3V schwarz Klemme 30 (3,3V) Brenner
0: grün Ausgang grün Klemme 32 (BU) Brenner
1: grün Ausgang weiß Klemme 33 (WW) Warmwasser
2: grün Ausgang gelb Klemme 31 (HT) Heizung

Die Sensoren sind also folgendermaßen an die Klemmen des EnergyCounter zu verschalten:

Schaltung der Heizungssensoren

Hinweis: Beim EnergyCounter werden die LDRs mit 3,3V betrieben. Die Zeichnung wird noch korrigiert!

Die Analogeingänge können einen 3,3V-Spannungsbereich als Zahl 0...1023 darstellen. Das testweise Einschalten der Heizungs-LED erbrachte folgende Ergebnisse:

LED Raumlicht Digital Reading
aus aus 0..1
aus ein 68..70
ein aus 780
ein ein 780

Der Einfluß des Umgebungslichts ist sehr klein, etwa 70-80 Digits (0,35 -0,40 Volt).  Der Schwellwert im Programm für die drei LDR-Sensoren wird auf 500 festgelegt, dadurch werden Tageslichteinflüsse sicher ausgeblendet.