Es bietet sich an, alle Verbauchswerte (Gas, Wasser und Strom) mit dem EnergyCounter zu erfassen. Da mein Stromzähler von den Stadtwerken keinerlei Interface besitzt, musste ich einen zusätzlichen elektronischen Drehstromzähler mit S0-Schnittstelle (Open Collector) kaufen. Bei Ebay kann man für etwa 50.- EUR solch einen modernen Zähler z.B. von "B+G E-Tech" erwerben (ohne Eichung!).

Blockbild Stromzähler

 

 

 

 

Der Zähler muss vom Elektriker zwischen dem Stromzähler der Stadtwerke und der Hausinstallation eingefügt werden. Keinesfalls selbst "basteln", dies kann tödlich sein!

Mit einem geschirmten 2-adrigen Steuerkabel wird der Zählimpuls zum EnergyCounter geführt. Der Schirm ist nur einseitig auf Masse gelegt. Ich habe saubere Impulse und keinerlei Störungen duch die parallel liegenden 230V-Stromkabel. Der Impuls ist prellfrei.

Zählerschrank vor der Montage

 

 

Der Elektriker ist da: Der Zählerschrank wird geöffnet und die Verkleidungen abgenommen.

Im Zählerkasten ist ausreichend Platz vorhanden. Nach Abnehmen der Plastikverkleidung sind die 10qmm-Kabel zu sehen. Die Kabel unterhalb der Doppelklemme kommen vom Zähler der Stadtwerke. Die Kabel oberhalb der Klemme führen zur Hausinstallation (FI-Schalter, Sicherungen) weiter. Der neue Zähler muss schaltungstechnisch an Stelle der Doppelklemme eingefügt werden.

Elektronischer Zähler

 

 

Der elektronische Zähler mit abgenommenen Klemmenabdeckungen. Die dicken Schrauben am unteren Bildrand gehören zu den Starkstromklemmen. Die blaue Doppelklemme führt die optisch isolierten Anschlüsse für das S0-Computerinterface heraus. Mir gefallen die kleinen Abstände zwischen den Klemmen überhaupt nicht. 8 bis 10mm Abstand sind sicherer. Das ist eine der Einschränkungen, wenn man einen billigen Zähler kauft.

Isolierplatte

 

 

Aus 3mm starkem PVC habe ich mir eine Isolierplatte gesägt, welche die Starkstromklemmen nach der Verdahtung abdeckt und damit einen direkten Luftüberschlag zur S0-Schnittstelle verhindert. Auch die Kriechstrecke wird hiermit vergrössert.

Montierter Zähler

 

 

Der neue Zähler wird in der linken Zählertafel auf die Hutschiene aufgeschnappt. Der kleine graue Klemmenblock daneben ist für das S0-Verbindungskabel zum EnergyCounter gedacht.

Auf der Starkstromseite wurden zusätzliche Reihenklemmen (rechts aussen, beige) verwendet und mit zusätzlichen 10qmm-Kabeln die Geräte verbunden. Bei dieser Montage muss der Elektriker nicht einmal den plombierten Raum des Tarifzählers öffnen.

Zählerkasten nach Montage

 

 

 

 

Alles ist verkabelt und mehrfach überprüft, die Abdeckungen sind wieder angebracht. Nach dieser Aktion müssen sämtliche Steckdosen im Haus geprüft werden (Vorschrift). Es ist einem Neuanschluß eines Hauses gleichzusetzen. Das sollte man preislich beim Elektriker mitkalkulieren.

Zählerdisplay

 

Der Zähler arbeitet! Das blau beleuchtete Display ist elegant und auch im Dunkeln gut abzulesen. Die Leuchtdioden A, B und C zeigen den Belastungsgrad der einzelnen Phasen an: wenn sie schwach leuchten wird wenig Strom entnommen, bei starkem Leuchten viel Strom.

Unterhalb des CE-Zeichens befindet sich eine weitere Leuchtdiode, welche bei jedem Impuls kurz aufblitzt. Dieser Zähler liefert 800 Impulse je 1kWh. Das bedeutet, dass alle 1,25Wh ein Impuls abgegeben wird. Im Normalbetrieb erfolgen 1 bis 2 Impulse pro Sekunde.

Pulses Current Meter

 

 

 

Der Open-Collector-Ausgang des Stromzählers liefert saubere, prellfreie Impulse mit einer Breit von etwa 33 Millisekunden.